Klein aber fein!

Burgentour 2026 – Thale


Das Harzer Bergtheater in Thale ist keine klassische Burg, liegt dafür aber direkt am berühmten Hexentanzplatz – dort, wo sich der Sage nach Hexen und Teufel in der Walpurgisnacht treffen, um ein wildes Fest zu feiern, ehe sie zum Brocken weiterziehen.

Wild und sagenhaft wurde es auch am vergangenen Freitag, als Saltatio Mortis das beschauliche Amphitheater enterten und dort eines der ungewöhnlichsten Konzerte ihrer Bandgeschichte spielten. Das bereits im Vorfeld ausverkaufte Theater war die bisher einzige Spielstätte dieser Tour mit festen Sitzplätzen und bei dem ein oder anderen Besucher kam im Vorfeld die leise Befürchtung auf, dass dies eventuell Einfluss auf die Stimmung haben könnte. Vor allem da typische Aktionen wie der Drachenboot-Ausritt und der Circle-Pit auf Grund der steilen Ränge und der damit verbundenen Sicherheitsrisiken nicht möglich waren. Aber diese Bedenken sollten sich sehr schnell legen, da Alea bereits im Vorfeld versprach, sich ein paar Dinge auszudenken, um ja keine Langeweile oder gar Bewegungsmangel aufkommen zu lassen.

Begonnen wurde mit ein paar Laolawellen zum Aufwärmen, gefolgt von rhythmischem Schunkeln zu „Heimdall“, ehe bei „My Mother Told Me“ kurzerhand klassisch gerudert wurde. Man munkelt sogar, dass das Amphitheater dabei um 3 Meter versetzt wurde. Auch „Mittelalter“ bekam eine neue Choreographie – statt nach links und rechts zu hüpfen wurde daraus eine sicherheitskonforme Linedance-Variante.

Eine weitere Besonderheit war, dass es während der Show kein Feuer gab; weder die heißgeliebte Pyro noch die brennenden Elementen in den Tanzeinlagen. Zum Glück konnten hier die Smartphones einmal sinnvoll genutzt und das Feuer an passenden Stellen mit Taschenlampen imitiert werden. Was für ein verrückter Konzertabend! Vielleicht hatte doch eine Hexe ihre Finger im Spiel. Wie dem auch sei – wir hoffen sehr, dass dies noch nicht die letzte Reise in den sagenumwobenen Harz war.

Copyright Fotos by Dagmar