Interview: Alea auf den Spuren der Shaolin

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Wer aufmerksam die Aktivitäten von Alea dem Bescheidenen beobachtet, dem ist nicht entgangen, dass die Stimme von Saltatio Mortis neben der Band auch einen weiteren wichtigen Lebensinhalt hat. Aber was hat es eigentlich auf sich, mit Kung Fu, Tai Chi und Reisen ins ferne China? Wir hatten die große Freude, ein informatives und ausführliches Gespräch mit einem gut gelaunten, mitteilsamen Alea führen und seine Begeisterung und Hingabe ans Thema spüren zu dürfen. Viel Spaß beim Lesen!

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Wir freuen uns sehr, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Viele Fans haben zwischenzeitlich mitbekommen, dass du als Kung-Fu-Trainer in Kaiserslautern tätig bist. Was bedeutet Kampfsport für dich persönlich?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Bei Kung Fu handelt es sich weniger um einen Kampfsport als um eine Kampfkunst. Bei Kampfsportarten geht es darum, in Wettkämpfen Punkte zu erreichen. Das ist bei uns unwichtig. alea-training_klein Im Kung Fu – besonders in der Sparte, die mir am wichtigsten ist, dem Shaolin-Kung Fu – geht es nur darum, dass man selbst der härteste Gegner ist. Natürlich ist die Tradition auch aus einer Zeit entstanden, in der das Kung Fu im Kampf genutzt wurde, aber heutzutage geht es mehr darum, sich selbst weiter zu bringen statt sich mit anderen zu schlagen.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Was fasziniert dich gerade an Tai Chi und Kung Fu so sehr?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Man muss vielleicht ein wenig ausholen. Ich habe mit Tai Chi angefangen, da ich durch das schnelle Leben bei Saltatio Mortis und andere Schwierigkeiten gesundheitliche Probleme hatte. Ich musste etwas zum Ausgleich finden. Tai Chi hat mich überzeugt, es hat extrem gut geholfen. Als ich genesen war, hat mir das Ganze nicht mehr gereicht und so habe ich mit Kung Fu angefangen. Was fasziniert mich so an diesen Dingen? Ich bin in allem was ich tue ein sehr körperlicher Mensch. Ich war schon immer Leistungssportler, und das Kung Fu gibt mir eine ganz besondere Art mich auszudrücken und einen „Weg“, den ich gehen kann. Wer eine Kampfkunst wie Tai Chi oder Kung Fu beginnt, der begibt sich auf eine lange Reise. Diese geht bis ans Lebensende, man wird immer dazu lernen und nie so weit sein, dass man sagt, okay jetzt bin ich fertig. Mit jedem Jahr, in dem man trainiert, werden einem Dinge klar, die man vorher nicht verstanden hat. Und das finde ich wirklich spannend. Es fasziniert mich so unglaublich, etwas so Komplexes zu tun, das eigentlich so einfach scheint.

Also, zum Beispiel, ich mache einen geraden Schlag. Ein gerader Schlag ist aber nicht einfach, wenn man ihn korrekt und wirklich kraftvoll ausüben will. Auch begeisternd finde ich, wie positiv das Training  für den ganzen körperlichen Aufbau ist. Ich habe seit Jahren kein Fitnessstudio von innen gesehen, ja ich belächele solche Muckiebuden sogar ein wenig.  Man braucht das nicht, wenn man eine Kampfkunst ernsthaft ausübt, man trainiert den ganzen Körper und das auf eine Weise, die auch noch gesund ist – außer man übertreibt es, so wie ich manchmal. Dann kann man sich auch verletzen.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Warst du gezielt auf der Suche nach einer passenden Disziplin für dich oder hattest du schon vorher durch Medien, Literatur oder dergleichen Zugang zum Thema?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Es ist ganz einfach: Ich hatte Herzprobleme. Und das hat meine damalige Freundin und jetzige Frau nicht ertragen. Und da hat sie mir damals zusammen mit dem Mik, mit dem wir immer noch befreundet sind, einen Gutschein geschenkt – für Tai Chi. So bin ich dazu gekommen. Keine Bücher, keine Literatur, kein Nichts – einfach nur ein Gutschein. Das war der Anfang – und fand es so faszinierend, dass ich nicht mehr aufgehört habe.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Erklärst du uns, wie man sich die Zusammenhänge zwischen dem Tai Chi-Sport und dem Tempelbetrieb vorstellen muss? Hat das überhaupt etwas miteinander zu tun oder sind das zwei unterschiedliche Sachen?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Es hat auf der einen Seite miteinander zu tun, auf der anderen sind es zwei unterschiedliche Sachen. Also, unsere Schule, die Tai Chi Akademie Kaiserslautern in der ich Kung Fu unterrichte, hat mit dem Tempel gar nichts zu tun. Wir sind ein gemeinnütziger Verein und unterrichten Tai Chi, Kung Fu und Qi Gong. Der Tempel in Berlin ist deutschlandweit der einzige offizielle Ableger des buddhistischen Klosters im Song Chan Gebirge, dem Shaolin-Tempel. Es wird ja immer wieder behauptet, es gebe mehrere Shaolin-Tempel – nein, dem ist nicht so. Es gibt nur einen Shaolin-Tempel in der Provinz Henan, das ist Mittelchina. Die Geschichten über einen südlichen Shaolintempel werden mittlerweile von allen wissenschaftlichen Quellen als Legenden widerlegt. Der Shaolin Tempel ist der Muttertempel des Chan-buddhistischen Ordens von Shaolin. Das ist der Tempel in dem, wie die Legende sagt, Bodhidharma (der erste Patriarch des Chan) im fünften Jahrhundert neun Jahre lang meditiert hat. Nicht im Tempel, sondern da in der Nähe, in einer Höhle direkt oberhalb des Tempels, da die damaligen Mönche ihn nicht in den Tempel gelassen haben. Das sind die Geschichten, die sich darum ranken, und eine Geschichte, die sich auch noch um den Shaolin-Tempel rankt, ist dass er der Ursprung der Kampfkünste sei.

Tempeleingang_kleinAls Bodhidharma in den Tempel kam, hat er dort Mönche vorgefunden, die weitab von aller körperlichen Fitness waren,  die sich vor lauter falschem Sitzen, Verkümmerung von Muskulatur und zu vielem Essen  nicht mehr bewegen konnten. Er fragte sie: wie wollt ihr Menschen helfen, wenn ihr euch selbst nicht mal beim Aufstehen helfen könnt? Er begann, sie in Qi Gong zu unterweisen und gründete einen neuen buddhistischen Weg, die Schule des Chan. Der Chan-Buddhismus ist eine Vermischung chinesischer Traditionen aus Taoismus, Konfuzianismus und dem Buddhismus. Bodhidharma gab die Lehre an seine Schüler weiter und diese verbreiteten den Chan-Buddhismus in Asien. Einer seiner Nachfolger ging einige hundert Jahre später nach Japan und begründete dort den Zen-Buddhismus. Der Ursprung all dieser Lehren liegt im Shaolin Tempel. Fest verbunden mit dem Chan-Buddhismus waren Leibesübungen. Anfangs das Qi Gong, dass man als innere Kampfkunst bezeichnet, später dann Kung Fu und Tai Chi. Diese Kampfkünste  sind Ausdrücke einer Geisteshaltung. Jede Bewegung die man tut, macht man zum größeren Wohl von sich selbst und anderen. Das heißt, Tai Chi, Qi Gong, Kung Fu sind der Weg einer Transformation zu einem klaren Geist. Bodhidharma sagte, ein gesunder Geist kann nur in einem gesunden Körper leben. Wer die Tradition und die damit verbundenen Regeln dieser Kampfkünste verinnerlicht und übt, von den Bewegungen, über das Meditieren und dem Lesen der buddhistischen Schriften, der kultiviert Gutes in sich und in anderen. Das ist der eigentliche Sinn von Kung Fu, bzw. aller chinesischen Kampfkünste. Man sollte aber nicht verleugnen, daß früher, in der Tang-Dynastie Mönche auch im Kriegsdienst waren und das Shaolin-Kung Fu tatsächlich auch im Krieg benutzt wurde.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Bist du mittlerweile selbst praktizierender Buddhist oder sympathisierst du nur mit dem Buddhismus?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Ich bin Mitglied im Orden in Berlin, also Teil des Sangha des Shaolin-Tempels. Und ich praktiziere das, was mir mein Meister sagt. Hoehle-von-Bodhidharma_klein Im Chan-Buddhismus gibt es kaum Schriften, der Unterricht findet von Meister zu Schüler statt. Das heißt, ich bekomme gesagt „lese diese Texte, bis wir uns wiedersehen“, und das tue ich dann. Klar, es gibt ein paar Kleinigkeiten, die gewöhnt man sich an – dazu gehören auch mal Niederwerfungen und ähnliches, diese Dinge gehören aber auch zur Tradition der Shaolin-Kampfkünste. Das heißt, wer Kung Fu, Tai Chi oder Qi Gong macht, muss sich meiner Meinung nach zwangsläufig mit der taoistischen und buddhistischen Philosophie auseinandersetzen. Aus diesem Denken, aus dem Verhalten der Menschen die diese Lehren praktizieren, sind diese Kampfkünste entstanden. Und wenn man das nicht anerkennt oder nicht mit praktiziert, dann entartet man das Ganze, und das finde ich sehr schade. Es ist Teil einer großen Tradition, die wundervoll ist, und das sollte man nicht trennen. Es ist ungefähr genau so wie wenn man alle Kung Fu Formen beherrscht, aber keinerlei Anwendungen oder Techniken. Die Kampfkunst wird damit zu einer Art Tanz degradiert und hat jegliche Grundlage verloren.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Ist es für einen Europäer sehr schwierig, Zugang zu dieser Gedankenwelt zu finden?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Für einen Europäer ist es nur schwierig, mit den fernöstlichen Gepflogenheiten zurechtzukommen, würde ich sagen.
Long-Men-Grotten-in-Luoyang_klein Gerade beim Aufenthalt im Tempel in Berlin oder in China ist es so, dass man immer mal wieder an die Grenzen seines Denkens stößt. Zum Beispiel in dem, wie das Gegenüber reagieren könnte. Es passieren einfach Dinge von denen man denkt, das kann jetzt nicht sein. Aber die Leute verhalten sich eben anders, Ihre gesamte Tradition und Verhaltenskonvention ist eine komplett andere. Es ist schon nicht ganz so einfach, aber dafür sucht man ja einen solchen Weg, um etwas Neues zu finden und ich hab vieles gefunden. Noch nicht alles, aber vieles.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Du warst ja nun dieses Jahr auf Reisen zum Ursprung des Tai Chi. War deine China-Reise ein privater Urlaub oder eher so was wie eine Dienstreise?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Also, ich war im Shaolin-Tempel in der Provinz Henan, im Geburtsort des Kung Fu. Im Shaolin-Tempel wird meist Kung Fu und Qi Gong praktiziert, Tai Chi wird von einigen Dharma-Mönchen praktiziert, also denen, die dort tatsächlich die Lehre erlernen und weitertragen. Die weltbekannten Kampfmönche, üben die meiste Zeit nur das Shaolin Kung Fu, wie man es aus den akrobatischen Shows, wie DIE RÜCKKEHR DER SHAOLIN kennt. Und das in einer absoluten Perfektion, es ist einfach unglaublich. Aber man muss dazu sagen – und das ist auch einfach der klare Schluss, den ich aus der Reise habe: Die Jungs machen sonst fast nichts, von morgens bis abends. Sie trainieren sechs Stunden, lernen buddhistische Philosophie und machen eine leichte Schulausbildung – das ist ihre Aufgabe. Wenn das jemand von uns seit seinem 6.Lebensjahr machen würde, dann wäre er sicherlich genauso gut. Das sei jetzt einfach nur gesagt, um dieses mythische Vordenken, das wir Europäer immer wieder haben wenn wir das Wort Shaolin-Tempel hören, ein bisschen abzudämpfen. Die Jungs des Showteams sind wahnsinnig gute Akrobaten, perfekte  Sportler und total nette, lustige Menschen – friedvoll, so stellen wir sie uns immer vor, aber eigentlich sind sie sehr lebensfroh, zu Späßen aufgelegt und auch mal zu Späßen, die gegen das harte Tempel-Leben gehen. Da gibt es auch mal Disziplinarstrafen, die aber nicht durch Schläge oder ähnlichem ausgetragen werden, da gibt es andere Möglichkeiten. Diese Wahnsinns-Disziplin, die ich mir vorgestellt habe dort zu erleben, habe ich in Teilen erlebt. Ich fand es sehr schön, zu erleben dass die Shaolinkämpfer ganz normale Jungs sind, die mir teilweise vorkamen als wären sie auf einer Jugendfreizeit und morgens mit dem Gedanken aufstehen „was kann ich denn heute für einen Blödsinn anstellen“.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Wie hast du dich da eigentlich verständigt? Ging das mit Englisch oder sprichst du mittlerweile Chinesisch?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Ich bekomme jetzt Chinesischunterricht, aber es ist verdammt schwer. Als ich in China war, konnte ich nur ein paar Sätze,  aber ich hatte zum Glück eine sehr gute Freundin aus dem Berliner Shaolin-Tempel dabei. Sie spricht fließendes Chinesisch und war meine Rettung,  ansonsten wäre ich ziemlich aufgeschmissen gewesen. Niemand spricht Englisch, es gibt meist nicht mal Straßenschilder in europäischen Schriftzeichen.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Was hat es für eine Bewandtnis mit der Aufnahme in die Glaubensgemeinschaft im Vorfeld der Reise?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Der Berliner Tempel ist ein Außenposten vom Shaolintempel China. Die Aufnahme in den dortigen Sangha von Abt Shi Yong Chuan, ist also gleichzeitig die Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft des Shaolin Klosters in Henan. Nur durch die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft des Shaolin-Tempels Berlin hatte ich die Möglichkeit, wirklich im Muttertempel, zusammen mit den Kampfmönchen zu trainieren. Man muss sich das so vorstellen: Es gibt eine sehr merkwürdige Fernsehsendung, wo ein Deutscher nach China geht, sich der „deutsche Bruce Lee“ nennt und sagt, er sei nach Shaolin gegangen und dort waren nur noch Touristen, nichts spirituelles und nichts mystisches mehr zu finden. Er behauptet man könne in den Songshan-Bergen gar nichts mehr finden außer einer touristischen Attraktion. Daraufhin ist er, wie die meisten Nicht-Chinesen, nach Dengfeng in eine Schule gegangen. Tja, ich denke genau das erlebt man, wenn man ohne einen buddhistischen Fürsprecher und ohne die Mitgliedschaft in einem angeschlossenen Tempel  zur Pforte kommt. Dann kann man von 9 Uhr bis 19 Uhr  ein Ticket kaufen und sich die mittleren Hallen des Shaolin-Klosters anschauen. Das entspricht ungefähr genauso einem Besuch von Schloss Neuschwanstein. Man wandert staunend durch den Komplex, macht Fotos und dann ist man wieder draußen. Nur durch die freundliche Haltung Abt Shi Yong Chuan  hatten wir die Möglichkeit viel mehr zu erleben. Wir durften zwar nicht im Tempel direkt schlafen da wir keine Mönche sind, konnten aber an fast allen Ereignissen im Tempel teilhaben und waren direkt neben dem Tempel, in speziellen Gästehäusern untergebracht.

Blick-in-den-zweiten-Hof-und-auf-die-Buddhahalle_Morgenzeremonien_kleinDort wohnten wir während unseres gesamten Aufenthaltes. Ca. dreihundert Meter lagen zwischen unserer Haustür und einer Seitenpforte des Tempelkomplexes. Durch diese schritten wir jeden Morgen, ab und zu auch schon um 4.30 Uhr, um bei der Morgenzeremonie teilzunehmen. Das war zum Glück kein Muss, die Zeremonie war zwar atemberaubend und das frühe Aufstehen dicke wert, aber mein vom Training ermatteter deutscher Weicheikörper lies sich manchmal einfach nicht zum aufstehen bewegen. Aber ich bin froh, dass mein Geist manchmal stärker war als mein müdes Fleisch, denn es war  wundervoll zu erleben, wie der Tempel morgens von den Glocken geweckt wird, man dann zur Buddha-Halle geht und mit zweihundert bis letztlich sechshundert Mönchen die Morgenzeremonie hält.  Zu dieser Zeit gibt es im gesamten Komplex keine Außenstehenden, keinerlei Touries. Für diese wird eine spezielle Zeremonie, am Mittag gehalten. Denn was wie ein Haufen Touries aussieht, besteht nicht nur aus Fotojägern denn unter ihnen sind sehr viele gläubige Buddhisten, die in den Shaolin-Tempel kommen um zu beten. Mittags haben wir nie teilgenommen, da es morgens einfach ein viel erstaunlicheres Erlebnis war. Man muss sich das in etwa so vorstellen: Man findet sich gegen 4.45 Uhr in der Buddhahalle ein und kniet auf einer der niedrigen Bänke, vor den großen alten Buddha-Statuen, nieder. Es gibt keine Kerzenhalter, aber der ganze Raum ist von Kerzen erleuchtet. Die Kerzen werden einfach auf Holzvorsprünge  aufgeklebt, auf denen sich das Wachs der vergangenen Zeremonien anhäuft. Es ist wunderschön. Gegen 5 Uhr werden die Türen geschlossen und mit einer großen Rahmentrommel, einer unglaublich großen Klangschale, einer Tempelglocke und dem größten Holzfisch den ich je gesehen habe, die Zeremonie eingeleitet.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Du bist nicht mit den Kampfkünsten aufgewachsen, sondern erst seit einigen Jahren dabei, wie du gerade schon sagtest. Wie hast du es geschafft, schon nach so verhältnismäßig kurzer Zeit einen Trainerposten zu bekommen?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Es gibt eine Geschichte von einem Großmeister. Als er stirbt, sitzen seine Schüler um ihn herum. Als er seine letzten Atemzüge tut, kommt sein Meisterschüler zu ihm und sagt: „Meister, nenne uns die große Wahrheit der Kampfkunst.“ Der Alte Meister lächelt und sagt mit dem letzten Atemzug: „Üben, üben, üben!“ Das ist meiner Meinung der Schlüssel zu jeder Fähigkeit. Es ist nicht die Frage, wie viele Jahre du etwas tust. Es ist nicht die Frage, wie begabt du bist.  Das sind vielleicht alles Dinge die Hilfreich sind. Aber das Wichtigste ist: Mit wie viel Herz übst du! Wie wichtig ist dir das Ganze? Wie sehr wird eine solche Sache Teil deines Lebens. Und die wichtigste Frage ist: Warum tust du es? Diese Dinge sind es, die meiner Meinung nach entscheiden wie gut du in etwas wirst. Was auch ganz wichtig ist, ist die Erkenntnis, dass Jeder der von sich sagt, dass er perfekt in einer Kampfkunst ist, der wird irgendwann Jemanden treffen, der viel besser ist. Aus diesem Grund finde ich es auch absolut unnötig, sich irgendeinen Gürtel umzubinden. In China sagt man:“ Ein Gürtel hält die Hose fest!“ Das bedeutet für mich: Gürtel Sagen nichts über die Fähigkeiten eines Übenden aus. Keine Prüfung und kein Zertifikat machen einen Schüler zum Meister, kein Rang oder Dan kann so etwas wirklich vermögen. Nur dein Herz sagt dir, wie gut du wirklich bist.

Nonnenkonvent-neben-dem-Shaolin-Tempel_kleinIch werde nie von mir sagen, dass ich wirklich gut bin.  Ich glaube, daß ich ein ganz passabler Lehrer bin, aber das habe ich nicht selbst festgestellt, den Titel habe ich von meinen Schülern bekommen. Ich bin sehr dankbar, die Trainingserfolge und positiven Entwicklungen meiner Schüler erleben zu dürfen. Für dieses Privileg möchte ich meinem Meister Adelino Rondalli und den Schülern in der Tai Chi Akademie Kaiserslautern danken.  Sehr dankbar bin ich auch für die Chance jeden Dienstagmorgen geistig und leicht körperlich beeinträchtigte Kinder, in der Förderschule am Beilstein in Kaiserslautern unterrichten zu dürfen. Es ist wirklich erstaunlich, welche Erfolge wir im Training erzielen. Die gesamte Lehrerschaft der Schule Beilstein ist so begeistert, dass mittlerweile morgens Lehrer beim Training zugucken und sich an dem Strahlen der Kids erfreuen. Es ist ein Geschenk das erleben zu dürfen, wie Kinder die in ihren Fähigkeiten immer unterschätzt werden, über sich hinaus wachsen.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Du hast mal selbst Ungeduld als eine deiner größten Untugenden bezeichnet. Bist du durch deine Beschäftigung mit Tai Chi und Kung Fu geduldiger geworden, hat sich da etwas geändert?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Ich fang mal so an: Ich habe meine Lektion ziemlich hart gelernt. Wenn man übertreibt, oder zu lange über seine Kraft übt und arbeitet, dann wird man Schmerzen haben. So ist es auch beim Kung Fu, Tai Chi oder Qi Gong. Wer es übertreibt, der wird sich verletzen. Das musste ich auch immer wieder erleben. Tut eine Standard-Bewegung auf einmal weh, weiß genau, ah, zu viel,  zu schnell, zu weit, zu hoch… Also muss man langsamer machen, sich und seinem Körper Zeit lassen, und wenn wir ehrlich sind haben wir genug Lebenszeit um uns beim Üben Zeit zu lassen. Wenn man auf seinen Körper hört und die Ungeduld einmal zum Schweigen bringt bekommt man dieses Feedback sofort. Das ist wie im Rest unseres Lebens auch, wo man auch immer wieder mal lange Zeit über seine Fähigkeiten hinweg springen kann. Aber irgendwann kommt der Tag an dem man einen harten Dämpfer bekommt. Es ist schon eine harte Schule, das Leben! Das Studium der Kampfkunst ist genauso, es ist nur irgendwie ersichtlicher und einfacher zu verstehen wie unser Leben. Darum glaube ich auch, dass das Training einem im Leben sehr helfen kann, es hilft zu verstehen, achtsamer zu sein und seinen Körper und den Geist besser zu spüren.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Wie bringst du Dein Doppelleben als Stimme von SaMo und Kung Fu-Trainer zeitlich unter einen Hut? Ist das nicht wahnsinniger Stress?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Einfach ist es nicht, aber ich habe so viel Spaß mit meiner Gruppe. Im Training  sind wir derzeit zwischen 16 und 22 Leute, dazu kommen die Teilnehmer des Kindertrainings und die Gruppe der Förderschule Beilstein. Damit kommen wir auf ca. 50 Schüler verteilt auf drei Tage, Montag, Dienstag und Mittwoch. Natürlich ist das anstrengend. Und ist gibt Tage, wo man auch sagt: „Muss ich wirklich? Ich bin müde und habe echt keinerlei Lust auf Kung Fu oder ähnliches…“ Aber das Schöne ist, wenn ich dann vor Ort bin und das Training beginnt, bin ich auch wieder froh, dass ich meinen inneren Schweinehund mal wieder besiegt habe. Es gibt mir wirklich sehr viel und ich glaube dass es mittlerweile ein Teil von mir geworden ist.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Wie hat der Rest der Band reagiert, als du mit Tai Chi und Kung Fu verstärkt angefangen hast?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Ich glaube, Lasterbalk und Falk dachten nur, dass ich mich sofort verletze, da ich immer alles übertreibe. Damit sollten sie ja auch recht behalten, aber zum Glück wär es nicht so schlimm. Das gehört wahrscheinlich auch zum Lernen dazu. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Wichtig ist nur, dass man aus jeder Verletzung etwas lernt. Und nicht aufhört zu trainieren, wenn durch die Verletzung einige Dinge nicht mehr so gut gehen, dann macht man eben andere und bringt seine Fähigkeiten dort weiter. Nun wieder zu meinen Jungs:  Ich glaube, anfangs bin ich meinen Kollegen die meiste Zeit auf den Keks gegangen.   Wenn ich von einer Sache begeistert bin, kann ich auch wirklich nervig sein. Wer von Anfang an begeistert war, ist unser Falk! Auch er ist ein  Kampfkünstler aus Leidenschaft. Er hat lange Zeit Wing Chun trainiert und übt sich fleißig in Kendo. Wir haben sehr viel Spaß uns über unsere Trainingserfolge auszutauschen.  Jean kann man auch sehr schnell dafür begeistern. Auch er hat früher Kampfsport gemacht und hat den Bezug nie ganz verloren. Im Großen und Ganzen ist es bei Saltatio aber so:  Jeder von uns freut sich, wenn der andere etwas gefunden hat, das ihn erfüllt.  Das ist auch eine unserer großen Stärken, wir stehen uns nie im Weg wenn wir uns neu erfinden oder etwas Neues wagen möchten.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Wenn du Tai Chi einerseits mit konventionellen europäischen Sportarten wie Fußball oder Tennis, aber auch mit anderen asiatischen Kampfsportarten wie Karate oder Judo vergleichst, wo ist der elementare Unterschied? Ich meine jetzt natürlich nicht in dem Sinne, dass das eine mit Ball gemacht wird und das andere nicht, sondern vom Feeling her.

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Was man zunächst einmal wissen muss: Tai Chi, Kung Fu und Qi Gong sind nicht trennbar. Diese drei Kampfkünste gehören zusammen, sie Bilden einen Gedanken, einen Weg, eine Kraft. Wer Kung Fu ohne Qi Gong übt, wird niemals dahinter kommen, was die Essenz seines übers ist.  Wenn man Tai Chi ohne Qi Gong macht, verhüllt es sich ebenso.  Wer Kung Fu ohne Tai Chi übt, wird nie erfahren, dass Weichheit sich immer gegen Kraft und Härte siegen wird. Dass wirklich weich und sanft zu sein immer stärker ist als ein angespannter Arm, mit geballter Faust. Diese Erkenntnis ist sehr wichtig. Ich habe lange Zeit nicht dran geglaubt, aber es ist wahr. Der nächste unzertrennliche Teil der Kampfkünste sind die philosophischen Aspekte aus dem Chan-Buddhismus, dem Taoismus und der konfuzianischen Lehre. Und ich glaube diese Komplexität des Kampfkunststudiums, macht es so besonders. Wer nur einen Teil dieser Lehre ausübt, beraubt sie seines Ankers, seiner Wurzel und wird nie wirklich verstehen, was er tut.  Dies ist, für mich,  der Unterschied zu anderen Sportarten. Fußball, sogar Karate (in manchen Schulen), Tennis oder vielem mehr: Wir reden hier von Sportarten, nicht von einer Lebensphilosophie. Die chinesische Kampfkunst ist eine Lebensphilosophie.

Blick-auf-den-fast-zur-Gaenze-restaurierten-Glockenturm-und-den-2000-Jahre-alten-Ginkobaum-im-ersten-Hof_kleinEs gibt natürlich auch Schulen im Karate, Taekwondo, Judo und Thai Boxen oder anderen Systemen, in denen man noch die Tradition währt und ganzheitlich lehrt, aber ich kenne in Deutschland nur noch sehr wenige. Erstaunlich ist, daß fast alle asiatischen Kampfsysteme aus der chinesischen Kampfkunst entwickelt wurden. Der Ursprung liegt wahrscheinlich im fünften Jahrhundert in den Song Chan-Bergen in China.  Ab dem 16.Jahrhundert  sind die Erben und  Schüler Bodhidharmas und den Kampfmönchen, von dort aus in die alte Welt ausgezogen und haben neue Schulen eröffnet in denen sich Kampfkünste entwickelten. Zum Beispiel in Japan die Zen-Lehre der Samurai, in Korea das Taekwondo oder in Thailand das Muay Thai-Boxen. Dies kann man daran erkennen, dass die meisten Grundtechniken dieser Kampfkünste ähnlich oder sogar identisch sind. Die einen sind härter, die anderen weicher, die einen sind armbetonter und die anderen nutzen mehr Beintechniken, der Grundgedanke ist aber meist identisch.  Leider wurde in unserer modernen Welt aus Kampfkunst – Kampfsport. Das bedeutet, der Grund für das ausüben ist körperliche Fitness und der Wettkampf um Punkte und Ränge, Gürtel oder Medaillen. Das ist typisches europäisches Denken. Ich kann nur dann weiter kommen, wenn ich in Wimbledon siege. Das hat einfach nichts mit Kampfkunst zu tun, aber genau die vertriebenen Tugenden der Kampfkünste und das Ziel nicht im Wettkampf, sondern im Leben besser zu werden sind es, die mich am Üben so faszinieren: Ich habe endlich etwas gefunden indem ich nicht immer der Erste und der Beste sein muss. Ich kann an mir selbst wachsen und mich daran erfreuen ohne Leistungsdruck zu sein.

Es gibt auch ein schönes Gleichnis aus der Philosophie des Kung Fu. Ein Schüler fragt seinen Meister: Meister, wie lange brauche ich, um selbst Meister zu werden? der Meister antwortet: Zehn Jahre. Darauf der Schüler: Und wenn ich jeden Tag übe? Des Meisters Antwort: Zwanzig Jahre. Für mich sagt dies folgendes aus: Wenn du in einer Kampfkunst, um welchen Preis auch immer voran willst, ohne dir die Zeit zu nehmen damit dein Kopf mitwachsen kann, dein Inneres mitwachsen kann, deine Vorstellungskraft zunimmt und deine innere Energie wächst, dann wirst du zwangsläufig versagen.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Welche körperlichen und psychischen Skills muss man mitbringen, wenn man sich ernsthaft mit Tai Chi oder Kung Fu beschäftigen will?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Ich glaube nicht, daß es um körperliche Skills geht. Bei den Schülergruppen an der Schule für ganzheitliches Lernen am Beilstein habe ich Schüler, die über keinerlei körperliche Skills verfügen. Was sie im Kung Fu stark macht ist ihr Wille. Einer von Ihnen kann ca. 6 Minuten im Mabu (Reiterstand) stehen. Viele kennen diese Grundtechnik aus den Jackie-Chan-Filmen. Man muss sich diesen tiefen Stand ungefähr so vorstellen als würde man sich auf mit breiten Beinen auf eine niedrige Bank setzen. Also mit den Knien nach außen, dem Oberkörper gerade, runter bis man so tief steht, dass man auf die Oberschenkel parallel zum Boden sind und man einen Stock darauf legen kann.

Dieser Schüler, der noch nie Kampfsport oder ähnliches gemacht, aber sein Wille ist so stark, daß er die Fähigkeit hat, diesem Stand länger zu halten als ich selbst. Bei mir ist irgendwann nach drei Minuten die Erschöpfung so stark, daß ich einsinke oder einfach zusammenbreche.

Dieses Erlebnis hat mich wieder einmal zu der Überzeugung gebracht, daß allein ein starker Wille entscheidet ob man gut wird oder nicht. Man braucht die Fähigkeit zu sagen:“ Oh, jetzt tut es aber wirklich weh,  egal ich mache trotzdem weiter!“  Und damit sind wir wieder an einem Punkt, der mich so an der Kampfkunst-Philosophie  und am Training fasziniert.  Meine Persönlichkeit ist schon immer sehr von einer großen Heldenfigur aus den Kultfilmen der 80ger beeinflusst. Rocky Balboa. Ein Mann der immer gesagt bekam, das schaffst du nicht! Sich aber selbst sagt: Ich schaffe es! Und sollte ich im Ring zusammenbrechen, dann werde ich wieder aufstehen.
Auch ein schönes Zitat ist das folgende:

Du und ich – und auch sonst keiner – kann so hart zuschlagen wie das Leben! Aber der Punkt ist nicht der, wie hart einer zuschlagen kann … Es zählt bloß, wie viele Schläge man einstecken kann und ob man trotzdem weitermacht.

Und das ist schon sehr nah an der Philosophie von Kung Fu. Immer wieder aufstehen und weiterüben, egal welche Rückschläge man bekommt.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Gibt es zum Abschluss noch eine besondere Weisheit oder Empfehlung, die du den Lesern mit auf den Weg geben möchtest?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Egal, was ihr tut: Tut es mit ganzem Herzen. Ihr habt gerade gefragt: Was ist der Unterschied zwischen Kung Fu und Fußball? Wenn man es wirklich ganz genau nimmt, gibt es keinen, es kommt auf den Übenden an. Ein Maler, der in sich versunken mit Leidenschaft ein Bild malt,  macht Kung Fu. Ein Sänger, der aus tiefster Seele singt, macht Kung Fu.  Und ein Fußballspieler, der mit ganzem Herzen das tut, was er tut und darin Erfüllung findet, der macht Kung Fu. Kung Fu kann all das sein, was wir ganzheitlich, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele tun. Alles das uns Erfüllung gibt, könnte man Kung Fu nennen. Das klingt Anfangs vielleicht ein bisschen merkwürdig aber für mich entspricht es der Wahrheit und ich glaube wer sich mit der Materie erst haft befasst, wird mir beipflichten. Denn wenn man mit ganzer Seele, achtsam und erfüllt lebt, dann wird man Meister in allem was man tut. Dazu braucht man kein Kung Fu, nur Erfüllung.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: An dieser Stelle war das Interview eigentlich beendet – Alea war aber noch nicht fertig. Und daher präsentieren wir an dieser Stelle als Bonus: Die Outtakes! ;)

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Du hattest da bei deinen Fragen auch noch, ob schon  Alea Fangirlies aufgetaucht sind. (lacht)

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Ich hatte im Laufe des Interviews jetzt einiges umgestellt, äh – hattest Du Fangirls im Kurs?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene: Ich hab sehr viele Saltatio Mortis Fans im Training. Das ist aber wirklich auch sehr schön so, denn ich habe dadurch sehr engagierte und fleißige Schüler bekommen, mit denen mich noch mehr verbindet als nur die Kampfkunst. Unsere Liebe zur Musik.  Es gibt im Unterricht aber auch keinerlei Fangehabe und ich muss auch sagen, daß ich im Training, nicht der Sänger von Saltatio Mortis, sondern Kung Fu Trainer bin.  Im Training hat mein Beruf keinen Platz, es ist mein Ausgleich, sozusagen der Gegenpol zu meiner Arbeit bei Saltatio Mortis. Ich passe auf meine Schüler auf und verlange harte Disziplin. Es geht um Leistung und nicht um das, wer jemand ist. Ich will nicht das meine Schüler Respekt vor mir haben, weil ich Alea von Saltatio Mortis bin, ich verdiene mir bei jedem den Respekt der zwischen Schüler und Lehrer unabdingbar ist.
Das ist mir sehr wichtig. Respekt bekommt man nicht einfach, den muss man sich erarbeiten.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Eine Frage hatte ich noch rausgenommen, weil die jetzt nicht richtig hier herein passte, aber eine Interessensfrage war:  Im Piraten RPG (im Totentänzer-Forum, Anmerkung der Red.) hast Du Deinem Piratenkapitän eine sensenartige Waffe mitgegeben. Was ist das eigentlich?

Alea der Bescheidene

Alea der Bescheidene:Das ist eine Guan Dao, ein sehr große Hellebarde. Ich hatte das Glück die Kampfform mit dieser Waffe in China zu erlernen. Die Guan Dao  ist eine der schwersten Waffen im Shaolin Kung Fu, sie wiegt zirka 6,5 Kilo. Es ist die Drachenhellebarde des Generals  Guan Yu Zhang. Er war einer der Helden im Krieg der drei Reiche. Guan Yu diente unter dem König Liu Bei und galt mit dieser Waffe als unbesiegbar. Doch wie wir alle wissen, kennt der Krieg keine Sieger und tötet auch die die als unbesiegbar gelten. Wegen seiner Ehrhaftigkeit, Kraft und Loyalität wurde er und seine Waffe aber zu einen Wahrzeichen dieser Tugenden.

Weitere Informationen über die Tai Chi Akademie in Kaiserslautern gibt es natürlich auch auf Facebook: https://www.facebook.com/KungFuKaiserslautern?fref=ts  (Liken und teilen, Leute! Liken und teilen!) und auf der Homepage: http://www.tai-chi-akademie.de/wordpress/

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