Interview – Falk von Hasen-Mümmelstein in der Welt der Comics

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Erst haben wir den Buchhändlern das „Arteficium“ aus den Händen gerissen, nun  fiebern wir der Veröffentlichung des IXI-Comic entgegen. Und zwischenzeitlich haben wir die Gelegenheit genutzt, mit Herrn von Mümmelstein, der treibenden Kraft hinter den Abenteuern von Saltatio Mortis in der Steampunkwelt, auch mal ganz allgemein über das Thema „Comics“ und auch ein wenig über das IXI-Comic-Projekt zu plaudern. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich noch einmal für das spannende und lustige Gespräch und wünschen euch viel Spaß beim Lesen!

 

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Hallo Falk, wir freuen uns, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Nachdem alle Welt vom Arteficium und den Abenteuern von Saltatio Mortis in der Steampunk-Welt spricht, möchten wir mit dir heute nicht als Musiker, sondern als Comic-Liebhaber sprechen.

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Ja, sehr gern.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Okay. Was war denn Klein-Mümmelsteins allererste Begegnung mit Comics? Kannst du dich erinnern, was du als Kind so gelesen hast?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Aber sicher.  Ich glaube, das erste Comic, das man geschenkt bekommt, ist ein Erlebnis, das man sein Leben lang nicht vergisst. Bei mir war es so,  dass ich es tatsächlich geschenkt bekommen habe. Es war „Asterix und der Kupferkessel“, einer der für mich wahrscheinlich auch deswegen wunderschönsten Asterix-Bände überhaupt. Ich habe den geschenkt bekommen, weil ich krank zuhause im Bett lag, Das war noch zu Kindergarten-Zeiten, das heißt, ich konnte gar nicht mal lesen, um was es da  ging, das musste ich mir vorlesen lassen. Ich konnte aber in diese Bilder eintauchen, und die sind ja tatsächlich so wunderschön gezeichnet, dass die Geschichten sich quasi von allein erklären. Ich gehe mal davon aus, dass die Abenteuer von Asterix und Obelix mich unglaublich in meiner Zukunft, im meiner Jetzt-Zeit sozusagen, geprägt haben. Ich glaube sogar, dass diese Dinge einen mehr prägen als man landläufig erwarten mag. Damit fing alles an – „Asterix und der Kupferkessel“ – damals noch von Goscinny und Uderzo  gemacht – unheimlich lustig, unheimlich großartig, immer mal wieder einen Griff wert, auch im fortschreitenden Erwachsenenalter. Ich glaube, dass man Asterix sowohl als Kind als auch als Erwachsener lesen kann und sie für beide Zustände einfach immer wieder großartigen Humor und auch viele Wahrheiten in sich bergen.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Hast du den neuesten Band schon gelesen?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Na klar – Asterix bei den Pikten.  Ich war unglaublich dahinter her, diesen Band in die Finger zu bekommen,  weil es ja ein neues Texter-/Zeichner-Team ist,  und ich  war zu Teilen überrascht, zu Teilen begeistert und zu teilen ein bisschen… tja, schwierig.  Es ist tatsächlich endlich mal wieder ein Asterix-Band, bei dem ich den einen oder anderen lauten Lacher hatte, aber für mich ist Asterix einfach ein Comic, bei dem es ein einziges phantastisches Element gibt: Die Druiden mit ihren Zaubertränken.  Für mich ist es schön, wenn Tiere nicht sprechen können und keine Seeschlangen auftauchen, die aussehen wie aufgeblasene Gummitiere.  Ich mochte auch nicht die sprechenden Delphine, die es früher gab, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es eine Vorgabe war, die sie erfüllen mussten.  Ich hätte mir mehr Schotten-Jokes gewünscht, aber vermutlich liegt das daran, dass ich begeisterter Dudelsackspieler bin und dadurch mit dem Schottischen an sich immer mal wieder konfrontiert bin. Der Zeichenstil ist großartig, das ist für mich ein Zurück zu alter Größe – es gab zwischendurch mal den Asterix-Band mit Manga-Figuren drin, da dachte ich auch, nein, das hat überhaupt nichts mehr mit dem zu tun, was mich begeistert. Asterix ist für mich eine Serie, die mehrere Aspekte hat. Zum einen führt es Kinder dazu, dass sie akzeptieren können, dass Latein vielleicht doch Spaß machen kann.  Dann vermittelt es eine gewisse Art von Geschichte und hat oftmals in den guten Bänden politischen Bezug zu unserer Realität. Ich bin ein bisschen zwiegespalten, aber ich glaube, man muss dem neuen Team die Chance lassen, sich ihren Asterix zu erarbeiten und natürlich auch aus dem Schatten der beiden Großen hervorzutreten.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Hattest du als Kind, Jugendlicher und Erwachsener eine bestimmte Lieblingsserie oder Figur und haben sich deine Vorlieben mit der Zeit verändert?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Ich muss da vielleicht kurz ausholen. Nach Asterix, der ja ein von meinen Eltern anerkannter Comic war, bin ich zu den typischen Prinz-Eisenherz-Comics von Hal Foster gekommen, unglaublich schöne Zeichnungen und eine ganz eigene, heutzutage etwas altmodische Art, die Sprechblasen anzubringen, nämlich gar nicht, sondern nur Text zu haben. Diese Comics waren dann auch noch kommod. Aber als es dann weiter ging, waren meiner Familie und auch meine Großeltern komplett der Meinung, dass Comics nichts wären, womit sich ein Heranwachsender zu beschäftigen hätte und im besten Fall als Schundliteratur angesehen wurden.  Das heißt, meine Freude an der Comic-Welt war immer so ein wenig agentenmäßig,  weil ich mir die Hefte natürlich inoffiziell besorgt habe. Ich musste es natürlich irgendwie geheim halten,  wenn ich wieder einen Comic gelesen hatte.   Schon allein die Herangehensweise an dieses Medium war ein „Abenteuer“ für sich.  Man kann sich die Szenen, die es da jeweils gab, vielleicht auch bildlich vorstellen.  Nach Asterix kam damals eine Serie, die hieß Yps,  das war ein Heftchen mit Comics, die zerschnitten worden sind und in kleinen Abschnitten präsentiert wurden, ganz schrecklichen eigenen Storys mit einem Känguru und einem Gimmick zum Basteln. Das war unglaublich schön für Kinder, jetzt als Erwachsener ist es nicht mehr erträglich. Dann gab es damals eine Reihe, die hieß KOBRA, darin wurden völlig abgefahrene Serien auch in Teilen  präsentiert, unter anderem TRIGAN, eine Serie die meiner Meinung nach unglaublich schön gezeichnet ist, aber je erwachsener ich wurde, desto merkwürdiger kam mir der Inhalt dieser Serie vor, so dass ich sie heute nur noch wirklich schwer und aus einer gewissen Romantik heraus ertragen kann. Es ist einfach ein extrem faschistoider Staat, der da vorgestellt wird, und damit kann ich mich überhaupt nicht mehr identifizieren.  Was aber dazu geführt hat, dass ich mich nach besseren Inhalten umgesehen habe: Damals hatte der Carlsen Verlag, den es immer noch gibt,  „Tim und Struppi“ von Hergé herausgebracht, und unter anderem auch eine Science Fiction Serie, die hieß „Valerian und Veronique“. Diese  beiden Serien haben mich dann unglaublich gefesselt. „Tim und Struppi“ kennt jeder, glaube ich, wunderschöne Abenteuer, alles auch sehr korrekt mit Vorbildfunktion für Menschen. „Valerian und Veronique“ haben bei mir einfach Grundlagen in der Phantastik und meiner Liebe zu Science Fiction gelegt. Dinge wie „Tim und Struppi“ und ihre Abenteuer werde ich nie vergessen und sie werden mich immer begleiten, genauso wie die sehr abgefahrenen „Valerian und Veronique“-Sachen. Parallel dazu gab es ein Comic-Magazin, das hieß SCHWERMETALL , es gab eine amerikanische und eine französische Ausgabe, in dem damals unglaublich abgefahrene Zeichner vorgestellt worden sind, Moebius beispielsweise, der schon für mich als Kind damals unglaublich phantastische Welten gezeichnet hat. Ich denke, das hat mich extrem geprägt. Dort wurden auch Zeichner wie Schuiten vorgestellt, ein Zeichner, der wahnsinnigen Wert auf Architektur legt, er ist auch selber Architekt. Das sind Bilder, die die Phantasie anregen. Man guckt auf so ein Panel – ein Panel ist ein Bildchen auf einer Seite – und sieht die Welt, wie sie hinter dem Bild weiter geht, als ob man durch den Rahmen dieses Bildchens hindurchschauen kann und links und rechts setzt sich die Welt fort. Das sind natürlich ganz großartige Momente in der Wahrnehmung eines Comics.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Du hast gerade erzählt, dass du deine Comics als Kind eher konspirativ besorgen musstest. Nun sind Comics auch ein spezielles Taschengeld-Anlageobjekt. Wie hast du deine Comic-Leidenschaft damals finanziert?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Ja… durch Taschengeld. Und ich hatte als Kind oft Möglichkeiten, in der Landwirtschaft zu helfen, dafür gab es etwas Geld. Und das wurde bei mir alles meiner Meinung nach sehr sinnvoll in Comics investiert. (lacht)

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Befinden sich deine Lieblingshefte aus Kindheit und Schulzeit noch in deinem Besitz oder ist das alles im Laufe der Jahre verloren gegangen?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Das ist ein schweres Kapitel…  ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch den einen oder anderen Band aus meiner Frühzeit habe.  Aber ich glaube, es geht jedem Comic-Sammler so, bis er sich selber klar wird, dass er ein ernsthafter Sammler ist: Man hat die Hefte, Freunde kommen vorbei, sagen „Hey, kannst du mir den nicht mal mitgeben?“. Man ist freudig, weil man sich freut, dass andere auch diese Hefte lesen wollen und bekommt natürlich nie wieder was zurück. Ich bin sicher, ich hab mir jeden Asterix-Band schon fünf oder sechsmal im Leben gekauft – außer die neueren, die will irgendwie keiner – bis ich dann angefangen habe, mir die wirklich hochwertigen Sammeleditionen davon zuzulegen, denn die möchte sich niemand ausleihen aus Angst, man könne sie kaputt machen.  Ich glaube, ich habe noch ein paar Hefte aus meiner Jugend, aber die sind nicht mehr vorzeigbar. Die Liebe zum Objekt als solchem hat auch erst später angefangen, also  dass man sorgsam damit umgeht, sie nicht knickt und richtig falzt beim Lesen, weil das das Cover, Ecken und Kanten beschädigen würde, dass man keine Eselsohren drin hat und so weiter…  Darauf würde ich heutzutage schon Wert legen, aber damals war mir das alles völlig egal, Hauptsache, die Geschichte war schön.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Ich hab jetzt hier eine Reihe verschiedener Comic-Figuren und würde dich bitten, mir zu sagen, was dir spontan dazu einfällt.

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Um Gottes Willen! (lacht) Okay!

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Spider-Man

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Peter Parker war in meiner Jugend eine unglaublich spannende Figur,  hat aber irgendwann für mich den Nachteil, den auch Superman hatte – sie wurden nicht älter, sie haben sich nicht entwickelt. Es war immer wieder dieser jugendliche Held, der seine typischen jugendlichen Probleme hatte. Ich glaube, Spiderman entwächst man irgendwann. Obwohl die damals wirklich lustigen Sprüche des Webslingers mir immer sehr gut gefallen haben.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Die Schlümpfe

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Von Peyo! Ganz großartig! Ich habe die Schlümpfe auch damals im Carlsen-Verlag gefressen,  und geliebt, war dann aber von den TV-Umsetzungen bzw. dieser Schlumpfomanie – also dass man überall Schlümpfe herumstehen hatte- entsetzt, weil die Schlümpfe meiner Meinung nach zumindest in ihren Anfängen unglaublich intelligent gemacht sind, um was es da geht, was für Storys da laufen, welche sozialen Dinge bei den Schlümpfen funktionieren– großartig. Gargamel rockt, und seine Katze Azrael natürlich auch. Es war bei den Schlümpfen aus, als Schlumpfine aufgetaucht ist, das muss man auch noch mal sagen. (sehr bestimmt)  Da waren die Schlümpfe nicht mehr die Schlümpfe. (lacht)

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Silberpfeil

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Um Gottes willen, da sind wir aber schon sehr, sehr alt! Silberpfeil war eine Westernserie,  die es nur als Heftchenformat gab, ich glaube, dem konnte ich nicht so viel abgewinnen, weil die Zeichnungen mich nicht angesprochen haben.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Sailor Moon

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: (lacht)  Sailor Moon ist schwierig für mich. Ich habe ja einen Comicladen gehabt und da natürlich auch irgendwann die Sailor Moon Hefte kennengelernt.  Die Figur Sailor Moon kannte ich damals schon aus dem Fernsehen und war wirklich entsetzt. Es gibt eine Folge in der Sailor Moon Fernsehserie, die heißt „Das Brautkleid“, und das ist für mich ein Paradebeispiel: Wie  kann  man jungen Mädchen oder jungen Menschen klar machen, dass ein Brautkleider eine solche Macht oder Bedeutung haben?  Man wird das schon sehr indoktriniert mit Verhaltensmaßgaben, und was gut und was schlecht ist, eine sehr plumpe Geschichte. Was ich allerdings sehr spannend fand an der Serie: Ich wollte immer hinter den phantastischen Kontext kommen. Es gibt ja Sailor Moon, Sailor Uranus, Sailor Tralala… was ist die Weltenmechanik, die dahinter steckt?  Die Comics fand ich dann teilweise unglaublich schön gezeichnet, das muss man neidlos zugestehen,  aber auch da hätte ich mir mehr Substanz gewünscht. „ Bei der Macht der Mondnebel – wir kämpfen für Liebe und Gerechtigkeit!“ – ich meine, gut, das ist ein sehr schöner Wahlspruch, dem kann man folgen.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Bussi Bär

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Natürlich hab ich meine Bussi Bär Hefte gelesen.  Die hab ich mir aber nicht selber gekauft, die lagen meistens irgendwo rum und wurden mir relativ rasch viel zu doof.  (lacht)

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Barbarella

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Barbarella? Das war keine Serie, die mich nachhaltig beschäftigt hat, das war glaube ich eine Serie die man auch mal gelesen hat, wenn es irgendwo rumlag.  Nichts wo ich mir gedacht habe, das muss ich weiter verfolgen.  Der Barbarella-Film allerdings ist einer der ewigen Klassiker, den sollte man auf alle Fälle gesehen haben.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Bist du eher ein Donald- oder ein Micky-Typ?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Hallo? Natürlich bin ich mehr ein Donald-Fan! Vom „Lustigen Taschenbuch“ liest man eigentlich immer nur die Hälfte, sprich, die Donald- oder Dagobert Duck Abenteuer, und wenn Micky kam hat man das einfach überblättert, denn das war für mich keine spannende Figur. Irgendwann hat man es dann doch gelesen, weil es halt mit drin war, aber Micky Maus war nie irgendwas, das mich begeistert hat.  Es gibt nur Entenhausen, hallo!  (lacht, mit Nachdruck) Es gibt nichts anderes! Man muss sagen, irgendwann kommt jeder Donald-Fan dazu, sich mit dem Donaldismus auseinander zu setzen und mit Carl Barks, dem Erfinder von Donald Duck. Und diese Barks-Geschichten sind wirklich großartig, und ich hab noch nie eine Micky Maus-Geschichte gelesen, die diese Tiefe entwickelt hat. Beide zusammen . das funktioniert nicht, denn dann ist immer klar: Donald ist der Doofe. Das ist er aber nicht. Er ist eigen, er ist merkwürdig,  er ist vielleicht auch faul,  aber er ist einfach ein Held, weil er gegen sich selbst immer so viel zu kämpfen hat und am Ende immer irgendwie alles verliert und den Geldspeicher schrubben muss, aber er will immer das Richtige tun. Dass man dabei scheitern kann ist völlig in Ordnung, und weil er immer wieder auf seine Entenfüße kommt – dafür ist er mein Held.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Und welche Serien sollte man im Leben gelesen haben?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: (sich zunehmend begeisternd) Frank Miller – Dark Knight. Garth Ennis – Preacher, meiner Meinung nach, ganz wichtig. Neil Gaiman, die Sandman-Comics. Ein Autorencomic, wo es auf den Texter ankommt, der immer verschiedenste Zeichner für sich arbeiten lässt.  Oder natürlich so François Marcela-Froideval-Geschichten,  Chroniken des Schwarzen Mondes – das sind für mich Serien, die man kennen sollte.  Oder Langfeust von Troy, das ganze Troy-Universum, Trolle von Troy – diese ganze Nummer lohnt sich.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Hast du in deinem Bekanntenkreis überproportional viele Comic-Leute, also Künstler und Fans?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Das ist schwer. Über den Comic-Laden habe ich natürlich Kontakt zu unglaublich vielen Comic-Fans und Sammlern, aber es ist auch mehr so ein Hobby, das man mit sich selbst ausmacht. Ich glaube, ich hätte keine Lust, auf einen  Comic-Stammtisch zu gehen und mich ewig lange mit Leuten über Comics zu unterhalten, weil es meistens so eine Schwarz-Weiß-Geschichte ist: Entweder es gefällt einem oder es gefällt einem nicht. Und da muss man nicht überzeugt werden oder sich überzeugen lassen, dass eine Serie toll ist. Es gibt ein paar ausgesuchte Leute, deren Votum was eine tolle Serie ist und was man gelesen haben sollte ich sehr ernst nehme und das dann auch wirklich tue, aber ansonsten ist, glaube ich, das Comic an sich ist in meinem Privatleben eine autoaggressive Geschichte. Aggressiv ist das falsche Wort: Ich selber mit mir und dem Heft – das reicht völlig.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Nun hast du schon mehrfach den Laden erwähnt – wie bist du beruflich in die Comic-Szene geraten?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Das ist relativ einfach: Ich war zu der Zeit Student, hatte sehr starke Geldnot und brauchte einen Nebenjob. Und da ich nicht am Bahnhof Bananen stapeln wollte und ich zufälligerweise genau in dem Moment erfahren hatte, dass ein Laden in Karlsruhe eröffnet werden sollte,  habe ich die Leute kontaktiert und kurzgeschlossen und schwuppdiwupp war ich sowohl Geschäftsführer als auch Teilhaber in einem der tollsten Comicläden Süddeutschlands, würde ich mal sagen.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Wenn man Comic-Alben wie Batman, Spiderman und dergleichen mit Comic Strips wie den Peanuts oder „Calvin und Hobbes“  vergleicht – was glaubst du, ist das „anspruchsvollere“ Genre, sowohl vom Handwerk als auch von der Rezeption her?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Das ist ganz schwer. Du hast mit „Calvin und Hobbes“ ein Schwergewicht aufgefahren: „Calvin und Hobbes“ ist genial gemacht.  Es ist unfair, so etwas zu vergleichen. Strips haben ihre eigene Berechtigung und Alben eine ganz andere. Ein Comic-Zeichner braucht für ein Bild auf einer Seite in einem Album länger als es dauert, einen kompletten Strip „Calvin und Hobbes“ zu zeichnen.  Aber  die gedankliche, die intellektuelle Leistung bei einer guten Strip-Serie – wie sich das anhört, eine Strip-Serie! (lacht) – wie Peanuts oder „Calvin und Hobbes“ ist lobenswert. Und wenn die Figuren dann noch knubbelig und knuffig sind wie bei Calvin, dann ist es natürlich noch toller. Aber da kommt es weniger auf die Zeichnungen an, sondern auf den Inhalt, während es beim Comic tatsächlich doch in erster Linie auf die graphische Umsetzung ankommt. Und wenn dann noch eine tolle Geschichte dahinter steckt, dann wird es auf einmal Kunst. Wobei ich der Meinung bin, dass Comics keine Gebrauchsgraphiken sind. Jedes Bild ist ein Kunstwerk für sich.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Was macht für dich einen guten Comic aus?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Es gibt Comics, die schlägt man auf, sieht die Zeichnungen und denkt sich, das ist unglaublich schön, das ist eine Welt, die möchte ich erleben. Und dann kommt meistens der Moment, in dem ein Comic von einem „ist  ganz gut“ zu einem „phantastisch“ wird, wenn die Texte noch stimmen. Das ist auch eine sehr schöne Parallele zur Musik: Es gibt Musikstücke, die man einfach die ganze Zeit vor sich hin summt, die einen begeistern oder die einfach Ohrwürmer sind. Und dann gibt es Musikstücke die abgesehen davon, dass sie den Ohrwurm-Charakter haben, auch noch Texte haben, die einen wegbeamen, und dann ist es geniale Musik. Und so ist es auch beim Comic.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Worüber kannst du dabei eher hinweg sehen: Über schlechte Zeichnungen oder eine schwache Story? Inwieweit können sich Text und visueller Eindruck aufwiegen oder auffangen?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: (lacht) Ich glaube, beim Comic kann man nicht über schlechte Zeichnungen hinwegsehen.  DAS ist das Medium, Zeichnungen mit Text – deswegen hatte ich auch die letzte Frage so herum zu beantworten angefangen. Ich kann schöne Bilder als schöne Bilder wahrnehmen und dann sagen, der der Texter wollte nur gut gezeichnete Bilder in irgendeinen Sinnzusammenhang bringen. Einem guten Comic verzeihe ich einen schlechten Text, aber ein schlecht gezeichneter Comic… es ist ja die Grundvoraussetzung, dass ein Comic gut gezeichnet ist, dass die Perspektiven stimmen. Man kann als Betrachter sehr einfach heraus bekommen, ob der Comic aufwändig gezeichnet ist oder nicht. Man schaut sich einfach mal die Charaktere an und guckt nach, aus welchem Blickwinkel der Zeichner seine Figuren gezeichnet hat. Und wenn eine Linksansicht von einem Charakter einfach nur gespiegelt ist wie die Rechtsansicht,  dann ist er einfach schlecht. Das Wunder eines guten Zeichners ist ja, dass er in der Lage ist, seine Figuren aus jeder Perspektive wiedererkennbar darzustellen. Und dann verdient der Zeichner meinen gesteigerten Respekt.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Dann möchte ich nun doch mal auf das „Arteficium“ zu sprechen kommen. Wer hatte denn die ursprüngliche Idee, SaMo als Comic zu interpretieren, wer von euch hatte diesen Einfall?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Das ist so eine Frage, zu der man wenig sagen kann, weil es so ein Moment war, wo alle nach der Probe im Proberaum hocken und ich die Coverentwürfe von Matt Dixon vorgestellt habe und mir dachte, Mensch, dazu könnte man ein Comic machen. Und in dem Moment sagen gleich Alea und Lasterbalk auch, he, da bietet sich doch ein Comic an. Da kann man also nicht sagen, das war jetzt dessen Idee, dessen Plan dahinter, sondern es war einfach klar: Das muss ein Comic werden.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Ohne Namen nennen zu müssen: Gab es in der Band auch Widerstände oder Bedenken gegen dieses Comic-Projekt?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Gegen die Geschichte, einen Comic zu machen überhaupt nicht. Es war natürlich so, dass das Artwork zu Recht auch hinterfragt worden ist: Macht es denn Sinn, nachdem wir so ein fotographisches Cover wie „Sturm aufs Paradies“ hatten, hinzugehen und eine komplette Kehrtwende auf ein beabsichtigt vom Künstlerischen her naiv wirkendes Comic-Cover zu machen. Darüber haben wir diskutiert, weil das natürlich keine einfache Entscheidung ist, die man sich leicht machen sollte. Wir haben dann aber, mit dem kompletten Konzept dahinter, eben weil es eine Comic-Umsetzung  geben wird, gesagt, alles klar, wir machen das. Weil es ein Komplett-Projekt ist, nicht nur ein Album.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Wie hat das mit der Story funktioniert? Habt ihr einen Plot vorgegeben und die Zeichner haben frei weiter gesponnen, oder gab es eine ganz strikte Storyline?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Wir haben mit Matt, Dave und Kevin zusammengearbeitet was das angeht, und das sind schon ausgebuffte Jungs die wissen, wie man Storys ausflesht – also sozusagen mit „Fleisch“ versorgt. Das heißt, ich habe ein Exposé dazu geschrieben, wie ich mir die Story genau vorstelle. Und dann haben die Zeichner sich zusammen getan und gesagt, wir entwickeln jetzt um dieses Exposé herum eine Bildergeschichte. Dann kam es aufgrund der Zeichenlogik  dazu, dass die Storyline besser einen anderen Verlauf nimmt als von mir skizziert, und jetzt habe ich gerade hier aktuell die fertigen Scribbles und auf die wird justament mit dem Peter Sailer zusammen von mir der schlussendliche Text verfasst.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Kannst du, ohne viel zu spoilern, kurz anteasern, um was es im ersten Band eigentlich gehen wird?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Der erste Band, das weiß man ja vielleicht aus dem Arteficium, wird „Die Erzkanzlerin“ heißen, und die Erzkanzlerin ist der große Antagonist der Helden und der Welt. Es wird eine große Vorstellung der Welt werden; wie sieht die Welt der Spielleute beim Circus Ascensus aus und wie ist die Welt der Erzkanzlerin, und es wird eine Erklärung dafür geben, warum die Spielleute als Spielleute in dieser Welt wichtig sind und es wird einen fulminanten Showdown geben, in dem auch wieder  Spuren für die Zukunft gelegt werden.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Welcher der drei beteiligten Zeichner ist dein persönlicher Favorit?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Das ist wirklich schwierig zu sagen. Würden alle drei Zeichner, jeder für sich, einen Band machen, würde ich mir alle drei holen.  (lacht) Mir gefällt der sehr glatte Stil vom Matt auf alle Fälle, der Dave hat eine unglaublich schöne Technik wenn er technische Dinge zeichnet und der Kevin zeichnet einfach sehr gefühlvolle Charaktere. Von daher – ich würde nicht wählen wollen. Ich muss im Moment auch versuchen, die Seiten möglichst neutral und objektiv zu bearbeiten. Das heißt, ich möchte es mir nicht erlauben zu sagen: Den mag ich lieber als den anderen.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Gibt es eigentlich schon einen richtigen Releasetermin?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Der Comic wird auf alle Fälle für den Buchhandel und für Amazon im April veröffentlicht.  Wir streben aber an, dass wir zur Rock-Tour im Frühjahr den Comic schon mitbringen werden.  Mein Wunsch ist es natürlich, den zum ersten Termin bereits druckfrisch dabei zu haben,  da hoffe ich aber, dass es da keine Papierknappheit gibt und die Druckfarbe nicht ausgeht und dass keiner der Zeichner oder ich oder Peter  in der Zeit einen Unfall haben werden – da kann natürlich noch alles passieren. Auf jeden Fall wird Anfang April die buchhandelsmäßige Veröffentlichung des Comics sein und für unsere Fans auf der Tour, so dass man sie sich quasi bei den Konzerten holen kann.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Ist es für den Comic wie bei den CDs eigentlich für irgendwelche Hitlisten relevant, den Comic möglichst in der ersten Veröffentlichungswoche zu kaufen?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Nein, überhaupt nicht. Es gibt keine Comic-Charts. Jeder der ihn möchte kann ihn sich dann kaufen, wenn er mag.  Man hilft uns natürlich, wenn man sich den Comic und oder das Artbook gönnt. Wir wissen jetzt, dass das Arteficium unglaublich gut angenommen wurde, ich bin sehr stolz dass so viele Leute so positiv mit dem Buch umgegangen sind, so dass ich sagen kann, ich möchte ein Arteficium II machen mit dem nächsten Album und es wäre schön, wenn ich das Gleiche auch vom Comic sagen könnte: Dass der so gut angekommen ist, dass ich einen zweiten Band davon machen könnte. Aber das hängt tatsächlich davon ab, wie er angenommen wird, ob die Story gemocht wird. Aber darin möchte ich niemanden beeinflussen indem ich sage, ihr helft uns, wenn ihr das Ding kauft. Es ist wie jeder andere Comic auch: Wenn er euch gefällt, wenn euch die Bildersprache, wenn euch die Story gefällt, dann bitte weiter dabei bleiben. Und Zusprache! Natürlich hilft uns unsere Guerilla-Marketing-Abteilung, das sind alle Fans, die wir haben, denen unsere Sachen gefallen, denn das ist tatsächlich die einzige Chance die wir haben, wie wir gegen all die großen mächtigen Medien-Mogule bestehen können – indem nämlich jeder jedem sagt, liebe Freunde, guckt euch das mal an, das ist doch toll. Dann ist es wichtig für mich und dann bin ich auch unglaublich dankbar dafür.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Und zum Abschluss jetzt noch eine Frage an den Historiker: Wer ist deiner Ansicht nach der Ur-Comic-Autor in der Literaturgeschichte? Fängt das unter anderem schon mit mittelalterlichen Passionsgeschichten-Bildfolgen in der Kirche an, oder wo würdest du es ansiedeln?

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Super Frage! Hab ich mich auch schon mal spaßeshalber mit beschäftigt. Es heißt ja, Wilhelm Busch mit seiner Max und Moritz-Geschichte wäre so ein Vorreiter der Comics gewesen.  Ich glaube aber, dass die grundsätzliche Idee eines Comics schon viel älter ist. Es gibt ein Ding, das mich schon seit Jahrzehnten beschäftigt, und das ist der sogenannte Wandteppich von Bayeux, der die Eroberung Britanniens durch  William dem Eroberer  1066 darstellt. Dieser Teppich hat mich tatsächlich über Jahre beschäftigt. Ich hab hier ein handgesticktes Teil dieses Teppichs in der Wohnung. Das ist für mich eine der ersten nachvollziehbaren Bildergeschichten, es sind sozusagen Panels darauf abgebildet, die mit Text versehen sind. Es sind hauptsächlich Bilder, die sich aus sich selbst heraus erklären und unterstützende Texte haben. Da gibt es beispielsweise ein Bild, wie Wilhelm seine Truppen  anführt und mit einem übergroßen Finger in die Richtung zeigt, wo dann etwas  passieren wird. So wird die Story sozusagen geleitet; was einen guten Comic ausmacht ist ja nicht, dass man fotographisch abbildet, also keine Fotostory macht, sondern dass man die Zeichnungen und die Ausschnitte der Bilder derart wählt, dass ein Handlungsverlauf erkennbar ist.  Es sind zwar keine Krach-Bumm-Bäng-Sprechblasen drin, aber durch Untertext wie „Wilhelmi ducit“, also „Wilhelm führt seine Truppen“  wird der Sinnzusammenhang klar, der sich maßgeblich durch die Betrachtung der Bilder erschließt. Deshalb ist der Teppich von Bayeux für mich das erste fassbare Comic – aber es muss jedem klar sein, so ein Ding, das über 40 Meter lang ist, entsteht ja nicht einfach so, das ploppt ja nicht in Existenz weil jemand denkt, es sei mal cool, mal eben zig Meter Stoff mit so einer Geschichte zu besticken. Es muss eine Tradition vorausgehen. Der Umgang mit Bildergeschichten mit Texten wird wahrscheinlich ein noch älterer sein.  Also war der Bildteppich von Bayeux für mich die Grundlage – noch vor Wilhelm Busch! Der hat es gedruckt, das andere war gestickt – man kann jetzt natürlich auch sagen, dass das Medium wichtig ist, aber das glaube ich nicht. Ich glaube, dass die Rezeption wichtig und entscheidend ist, wie man ein Medium wahrnimmt.  Es gibt von Scott McCloud ein Buch, das heißt „Understandig Comics“. Ob man jetzt im Mangabereich unterwegs ist oder im klassischen Bereich oder gerne zeichnet – das Ding lehrt einen die Grundlagen, wie Bildergeschichten wirken können und es gibt  unglaublich viele Aha-Erlebnisse – man geht praktisch hinter die Kulisse und sieht die Fäden, an die dieses Theater Comic aufgehängt ist. Superspannend, total gut zu lesen – guter Tipp.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Wir bedanken uns für dieses schöne Gespräch…

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: … wichtig wäre mir auch noch, Leuten, die für sich entdeckt haben, dass Comics ihnen etwas geben, oder die sie zeichnen wollen, die sich damit auseinander setzen wollen,  sich von  Widerständen – denn ich hatte sehr große Widerstände – nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. Sich nicht in der Schule einreden lassen, dass das völliger Quatsch und vergebene Zeit ist. Wenn einen ein Thema beschäftigt und begeistert, dann soll man dranbleiben, sich weiter damit befassen – es gibt einem unglaublich viel. Nicht verzweifeln, wenn die Eltern dagegen sind oder die Freunde einen hänseln, weil man Mangas zeichnet oder was auch immer – man findet immer Leute, die sich auch dafür begeistern. So wie ich jetzt auch das große Glück hatte,  es zu einem Lebensabschnittspunkt zu machen. Also: Weitermachen damit.

Der kleine Totentänzer

Der kleine Totentänzer: Ihr habt ja mit dem, was über das Arteficium schon zu sehen war, zahlreiche Leute inspiriert, die beginnen, die Charaktere zu kopieren und auch eigenständig neue Sachen zu entwickeln.

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein

Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr mich das freut. Ganz im Ernst: Ich bin davon massiv begeistert, das rockt mich echt. Ich hatte schon gehört, dass jemand die Erzkanzlerin sich als Cosplay-Kostüm bauen möchte. Auf solche Sachen bin ich auch sehr gespannt.

  

Auch wir sind sehr gespannt auf den Comic und seine Nachwirkungen in der Fangemeinde – sobald es hierzu Neuigkeiten gibt, erfahrt ihr es in diesem Fanzin!

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