
Time to say Goodbye: Abschied nach 24 Jahren auf dem MPS Bückeburg
Livebericht – MPS Bückeburg
Manche Konzerte sind einfach Konzerte. Und manche fühlen sich an wie ein Kapitel, das sich schließt. Als Saltatio Mortis am Samstag auf dem MPS Bückeburg noch einmal an ihren ganz persönlichen „Holy Ground“ zurückkehrten, lag genau dieses Gefühl in der Luft. 24 Jahre liegen zwischen den ersten Auftritten auf der kleinen Bretterbühne und der Mainstage vor einer randvoll gefüllten Musikarena, eine Zeit voller Musik, Geschichten und Erinnerungen.
Doch ganz gleich, ob damals oder heute: Die Energie der Jungs ist geblieben und das zeigte sich auch deutlich im Publikum. So brandete beispielsweise tosender Applaus auf, als Alea mitten im Set das Mikrofon an unseren liebsten Geschichtenerzähler Falk weiterreichte und der gesamte Platz „Dessous le Pont de Nantes“ mitsang. Und weil der Abend ganz im Zeichen der frühen MPS-Jahre stand, entschied sich offenbar auch die Technik dazu, ein wenig Nostalgie aufkommen zu lassen. Als unser Frontmann die ersten Zeilen von „Pray to the Hunter“ anstimmte, verabschiedete sich mittendrin die Elektronik und übrig blieben nur noch gedämpfte Trommelschläge. Was dann geschah sorgte für Gänsehaut, denn statt sich beirren zu lassen, sang das Publikum den gesamten Song einfach selbst zu Ende.
Als schließlich die letzten Töne vom (nun wieder verstärkten) „Spielmannsschwur“ verklangen, wurde allen bewusst, dass dies mehr war als nur das Ende eines Auftritts – es war der Abschied von einer Bühne, die über Jahrzehnte ein Zuhause war. Doch auch wenn es weh tut, blicken wir voller Vorfreude nach vorn. Auf alles, was noch vor uns liegt, und auf all die besonderen Momente, die wir noch erleben dürfen.
Bis dahin bleibt uns nur eines zu sagen: Danke Saltatio Mortis, für 24 unvergessliche Jahre auf dem MPS Bückeburg.
Copyright Fotos by Dagmar Leischner












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