Hooray and the black flag rises!

Wenn Assassin’s Creed auf Dudelsäcke trifft

Wir schreiben das Jahr 1715: Piraten rauben und morden sich durch die Gewässer der Karibik. Die Kolonialstadt Nassau (Bahamas) entwickelt sich gerade zu ihrem Heimathafen und an der Seite von Blackbeard, einem der gefürchtetsten Männer der Sieben Weltmeere, steht Edward Kenway mit einer besonderen Mission. Er hat die Identität eines Assassinen angenommen, um das Geld für eine besonderes Artefakt einzustreichen. Der echte Assassine wollte ursprünglich überlaufen und das Relikt an die größten Gegner des Ordens, die Templer, übergeben. Die beiden Gruppierungen sind seit jeher verfeindet, denn Assassinen möchten Freiheit und Gleichheit für alle Menschen und Templer streben nach Macht und Ordnung. Genau um diesen Konflikt geht es in der Spielereihe Assassin’s Creed. Dort begibt man sich in unserer Gegenwart in einen sogenannten Animus, einer Maschine, welche dazu dient die DNA des Benutzers auszulesen und einen so die Vergangenheit eines Vorfahren nacherleben lassen kann. Die Spiele entführen einen so zum Beispiel in die Region um Damaskus zur Zeit der Kreuzzüge oder auch in das London der industriellen Revolution. Dabei begegnet man immer wieder historisch bedeutenden Personen, wie Leonardo Da Vinci im Florenz der Renaissance.

Was Edward dann so alles auf dem Weg vom Schiff in eine Taverne erlebt, in der er lediglich gemütlich einen Rum trinken wollte, sieht man im neuen Musikvideo zu Reckless Sailor (Black Flag Rises) von Saltatio Mortis und Visions of Atlantis. Die bildgewaltige Koproduktion der beiden Bands entstand mit der Beteiligung etlicher Statisten im Kulissendorf Bogenwald, das bereits in den Videos My mother told me und Pray to the Hunter als Kulisse diente.

Die Story ist dabei direkt auf das Spielgeschehen zugeschnitten. Gleich zu Beginn wird Edward (gespielt von Alea) der Auftrag zugesteckt, einen Mann zu töten. Da sein größtes Ziel ist, reich in seine Heimat England zurückzukehren, nimmt er jedes Kopfgeld mit. Was genau der Gesuchte (verkörpert von Elsi) da angestellt hat, um steckbrieflich gesucht zu werden, ist nicht ganz klar – vielleicht gehört er dem Templerorden an, betreibt Sklavenhandel oder ist im hiesigen Bordell unangenehm aufgefallen. Im Trubel der Verfolgungsjagd läuft Edward einigen Rotröcken der britischen Marine über den Weg (unter anderem Frank), mit denen er stellenweise kurzen Prozess macht. Das Spannende in dieser Sequenz ist, dass hier Teile des spielrelevanten Kampfsystems gezeigt werden; dort hat man die Möglichkeit, Geschosse abzuwehren, indem man Personen als Schutzschilde benutzt.

In der Taverne findet er schließlich den Gesuchten und es entsteht innerhalb kurzer Zeit eine zünftige Kneipenschlägerei. Dort kann man einige weitere bekannte Gesichter entdecken: hinter der Bar tut Michele Guaitoli (Visions of Atlantis) als mürrischer Wirt seinen Dienst, in einer weiteren Gruppe Rotröcke tummelt sich unser Lieblingsgitarrist Till und unter den prügelnden Piraten lassen es sich Jean und Falk nicht nehmen, tatkräftig mitzumischen. Einen besonderen Auftritt hat Sängerin Clémentine Delauney (Visions of Atlantis/Exit Eden), die sich als geheimnisvolle Piratin in den Kampf einmischt und Edward hilft, unbeschadet aus der Nummer rauskommt. Auch dieser Auftritt verweist auf die Originalstory aus Black Flag, denn Edward zählt gleich zwei Frauen zu seinen Weggefährten. Genauso wie Blackbeard waren auch Mary Read und Anne Bonny echte historische Persönlichkeiten.

Echte Kenner wissen an dieser Stelle natürlich, dass Assassin’s Creed Black Flag bereits im Jahr 2013 erschien. Wie also kann es sein, dass vierzehn Jahre später ein Song mit einem Musikvideo dazu entsteht? Das hängt mit dem Publisher Ubisoft zusammen, der vor Kurzem ein Remake des beliebten Spiels unter dem Zusatz Resynced herausgebracht hat, in dem die Grafik an den heutigen Standard angepasst und ein neues Kampfsystem eingeführt wurde. So kann man nun überall in der Karibik tauchen gehen und Schätze finden und ist nicht mehr nur auf bestimmte Stellen beschränkt. Auch der Umgang mit den Tieren wurde ausgebaut, so dass man diese interaktiv füttern oder streicheln kann. Außerdem hat die Story ein Upgrade erhalten und bietet nun insgesamt neun Stunden mehr Spielzeit.

Wer jetzt mit seiner Mannschaft durch die Karibik segeln, dabei ein paar Shanties singen und die ein oder andere Priese einholen will, dem können wir das Spiel sehr ans Herz legen!

Alle Infos zu

Assassin’s Creed Black Flag Resynced

Visions of Atlantis

Kulissendorf Bogenwald

Pirates Action Theater e.V.

Schlimme Schurken